Ablauf einer Therapiestunde
am Beispiel eines Besuches im Seniorenheim mit Astrid Groß.
Im Frühjahr 2004 legte Astrid Groß gemeinsam mit ihrer Setter-Hündin Fine die Prüfung zum Therapieteam erfolgreich ab. Sie besuchen seitdem wöchentlich ein Seniorenheim in Halle.
Obwohl sie dies nun schon seit längerem mit viel Freude und Zuspruch machen, ist jeder Besuch für das Therapieteam immer wieder von neuem aufregend. Doch bevor Frau Groß und Fine sich auf den Weg in das Heim machen, bereiten sie sich intensiv darauf vor. Sie überlegt sich immer wieder neu, welches Spielzeug sie für Fine mit zu den Senioren nehmen könnte, um sie durch ihre Hündin erheitern zu können. Leckereien dürfen dabei jedoch nie fehlen, denn mit diesen dürfen die Senioren Fine für ihre Zuneigung belohnen.
Eh sie aber zu ihren betagten Freunden und Freundinnen fahren, unternehmen sie einen ausgiebigen Spaziergang, damit beide vor dem Einsatz noch etwas Entspannung finden. Haben sie dann das Seniorenheim erreicht, werden sie bereits von allen Teilnehmern erwartet. Die Besuchsstunde findet stets in einer Gruppe statt, an welcher jeder individuell nach seiner Befindlichkeit wahlweise teilnehmen kann, dies garantiert auch das erwünschte Interesse am Einsatz.

Haben sich dann alle Senioren im Kreis versammelt, gibt es erst einmal eine Begrüßungsrunde und jeder darf Fine streicheln und sie ausgiebig liebkosen.
Anschließend erzählt Frau Groß oftmals Geschichten über ihre Hündin oder sie fragt die Senioren über ihre vergangenen Erlebnisse mit Tieren, wodurch stets eine ausgedehnte Unterhaltung angeregt wird. Frau Groß und Fine gehen auch immer wieder zu jeden Teilnehmer, da diese die Hündin gern berühren und mit ihr ein wenig spielen möchten, indem sie das Spielzeug von ihr weg werfen und es von Fine holen lassen.

Die Dauer des Einsatzes umfasst ungefähr eine Stunde, sofern Fine nicht schon vorher Stresssignale äußert. Zum Abschluss eines jeden Besuchs bekommt die Therapiehündin von den Teilnehmern eine Leckerei zur Belohnung und Astrid Groß darf als Dank für die Einsätze in strahlende und glückliche Augen der Senioren blicken.

Ist der Besuch beendet, darf Fine im anliegenden Park des Seniorenheimes noch mal richtig austoben und einfach nur Hund sein.