Mensch und Tier

Verein der tiergestützten Therapie e. V.
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Was ist tiergestützte Therapie?

Definition: Therapie

Behandlung von Krankheiten, Heilverfahren,
Gesamtheit der Wiederherstellung der Gesundheit, Linderung der Krankheitsbeschwerden und Verminderung von Rückfällen.

Was macht eigentlich ein Therapiehund?

Wir unterscheiden

  • Hund als Besuchshund
  • Hund als therapeutischer Begleiter im Rahmen von Physiotherapie, Ergo- und Psychotherapie
  • Hund als therapeutischer Begleiter im Klinik- und Pflegeheim-Alltag
  • Hund als speziell ausgebildeter Begleiter für Blinde, Schwerhörige, Rollstuhlfahrer

Wie geht das?

Therapie Teams (Mensch und Hund) können in therapeutischen Praxen arbeiten,
Einzelbesuche im Haushalt einer Person machen oder in pflegerischen, therapeutischen oder anderen Einrichtungen mit einer Gruppe oder Einzelpersonen arbeiten.
Dabei ist wichtig, dass sich Hund und Mensch gegenseitig unterstützen, nur als Team sind sie handlungsfähig.

Warum geht das?

Die vielfältigen positiven Wirkungen von Tieren auf den Menschen werden seit vielen Jahren wissenschaftlich belegt.


Das psychische (seelische und geistige) Wirkungsfeld:
Tiere fördern das seelische Wohlbefinden des Menschen. Sie erfüllen Bedürfnisse nach Zärtlichkeit und Körperkontakt, sie können innere Spannungen lindern, trösten, und aktiv auf zurckhaltende Menschen zugehen. Tiere werten nicht das Aussehen oder die Fähigkeiten eines Menschen (Aschenputteleffekt), sie richten sich nach der Gefühlswelt ihres Gegenübers, die unabhängig von geistiger Leistung ist.

Das soziale Wirkungsfeld:
Das Tier kann Eisbrecher, oder Vermittler sein, Anknüpfungsthema für Gespräche, ein Ziel für Treffen und Interessenmittelpunkt für Gleichgesinnte.
Einsamkeit und Isolation können aufgehoben werden; soziale Integration fördert Sicherheit.
Wer einen Hund hat, oder an der Leine führt, vermittelt Kompetenz; er erlebt Selbstwirksamkeit, Erfolg; andere Personen bewerten ihn eher positiv.

Das physische (körperliche) Wirkungsfeld:
In der medizinischen Forschung wurden folgende Wirkungen sicher festgestellt:
Senkung von Blutdruck und Pulsfrequenz, Muskelentspannung , Schmerzverringerung, Beruhigung, verbessertes Schlafverhalten, gestärkte Immunabwehr, motorische Aktivierung und Bewegung an frischer Luft, Verbesserung der Verdauung, Regulierung der Tagesstruktur mit verbessertem Gesundheits -verhalten.

Und was kann man tatschlich tun?

Je nach Klientel sind verschiedene Förderungen möglich.
Dies hier sind Beispiele:

  • Bei Kleinkindern: basale Stimulation, Koordination Auge/Hand, Wahrnehmung fördern
  • Bei kleinen Kindern: Sozialverhalten, Rücksicht nehmen, Regeln akzeptieren
  • Bei größeren Kindern: Sozialverhalten, Verantwortung übernehmen
  • Bei verhaltensaufflligen Jugendlichen: Kommunikationsförderung, Grenzen akzeptieren, Zärtlichkeit erleben dürfen, Verantwortungsbewusstsein aufbauen
  • Bei geistig behinderten Personen: basale Stimulation, Selbstwirksamkeit erleben, Vertrauen aufbauen, nonverbale Kommunikation erleben, Erfolg und Anerkennung erfahren
  • Bei körperlich behinderten Personen: Anregung zu neuen Bewegungen ohne Druck, Freude und Lachen lösen Verspannungen
  • Bei Senioren: Unterstützung der Erinnerung, Erfahrung von Gemeinsamkeit.

Um mit seinem Hund artgerecht zu arbeiten, und ihn gezielt einsetzen zu knnen, ist eine Schulung durch erfahrene Trainer absolut wichtig.
Sonst besteht die Gefahr, dass man seinen Hund überfordert, was wiederum zu Abwehrverhalten (Agression) führen kann.

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