unvergesslich:
Luca 
war eine bildhübsche Border-Terrier Hündin mit Ausstellungserfolgen bis zum VDH-Champion, Agility-Ausbildung Klasse A3, und wohlerzogen.
Ich bekam sie im Alter von 6 Jahren von meiner Freundin, die Border-Terrier züchtet.
Als Krankenschwester, im Altenheim als Stationsleitung beschäftigt, durfte ich meine kleine Hündin in die Arbeit mitnehmen.
Luca fand sofort viel Anklang bei Mitarbeitern und Bewohnern.
Ruhig und gelassen, freundlich und jederzeit zum Streicheln bereit, schaffte sie gerade bei dementiell erkrankten Bewohnern ein Klima der Freude, regte zu Gesprächen und Erinnerungen an.
Luca führte mich auf den Weg zur Therapie-Hunde-Arbeit.
Ihre Lebenserfahrung und Sensibilität machten sie zur idealen Therapeutin.
Luca wusste immer, wer ihre Anwesenheit am dringendsten brauchte, sie blieb auch mal gerne alleine bei einem Bewohner, vorausgesetzt, die Tür war nur angelehnt. Denn Luca wusste auch, dass sie selber einen Besuch beenden durfte, wenn sie dies für richtig hielt.
Luca tolerierte auch laute, in ihrer Krankheit aggressive und schreiende Patienten;
ein Blick zu mir vergewisserte sie, dass alles in Ordnung geht und ich auf sie aufpasse.
Im Trösten war sie einsame Spitze, und sie hat auch nie etwas weitererzählt.
Eine große Hilfe war sie mir, als ein neues Hunde-Kind dazukam, unser Flynn.
Damenhaft gelassen, geduldig und konsequent unterstützte sie mich bei der Erziehung des Welpen.
Leider stellte sich ein halbes Jahr später heraus, dass Luca einen nicht operablen Harnröhren-Tumor hatte. Mit Medikamenten und speziellen Kräutern lebte sie noch 9 Monate nahezu beschwerdefrei.
Dann ging es nicht mehr.
Luca signalisierte mir deutlich, dass es genug war.
Sanft, vertrauensvoll und unbeirrt ging sie den Regenbogen-Weg mit meiner Begleitung.
Es tat mir sehr weh, und doch gab sie mir die Sicherheit, dass es das richtige war.
Luca bleibt mir und allen, die sie kannten,
in Erinnerung
als souveräne und unerschütterliche,
als zärtliche und einfühlsame Gefährtin.